• 05.03.2014

    Das Zentrum für Banking & Finance der School of Management and Law startet zusammen mit der Abteilung Studium & Forschung des Dept. Angewandte Psychologie, mit der K&W Software AG sowie der AEK BANK 1826 ein KTI-Forschungsprojekt im Bereich der Beratung von privaten Anlagekunden bei Banken.

    Im Beratungsprozess von Anlage- und Vermögensverwaltungskunden ist die Risikoprofilierung ein zentraler Bestandteil. Dabei wird die Risikobereitschaft und Risikofähigkeit der Kunden oftmals mit einem Fragebogen ermittelt, um Klarheit darüber zu schaffen, welche Anlagestrategie am besten passt. Dieser Prozess ist für die Finanzdienstleister jedoch mit diversen Herausforderungen und Schwierigkeiten verbunden: Einerseits bestehen vielfach irrationale Erwartungen an die Rendite und das Risiko. Andererseits können psychologische Fallen (Behavioural Biases) dazu führen, dass die ermittelte Risikobereitschaft verzerrt ist. So kann sich beispielsweise nach einem längeren Aufschwung an den Kapitalmärkten das Risikobewusstsein bei den Anlegern abschwächen. Als Folge davon wird der Anleger als zu offensiv eingestuft und fühlt sich mit der Anlagestrategie nicht wohl. Projektziel ist, eine rationalere Risikobereitschaft zu erfassen, indem das Risikoprofil unter Einbezug weiterer Faktoren visualisiert und das Risiko möglichst einschätzbar und realistisch dargestellt wird. So wird ein Risikoverständnis beim Anlagekunden geschaffen, welches ihm ermöglicht, seine tatsächliche Risikobereitschaft selber zu erkennen. Diese Vorgehensweise soll schliesslich zum geforderten Anleger- und Verbraucherschutz führen und die Kundenzufriedenheit erhöhen.